Ganglion

Was ist ein Ganglion?
Der alte Begriff ist Überbein. Dieser Begriff ist aber irreführend, da es sich nicht um einen Knochen, sondern um eine Zyste, also einen flüssigkeitsgefüllten, abgekapselten Hohlraum handelt.
Ein Ganglion ist ein tumorartiges Zystengebilde in Gelenk- und Sehnenscheidennähe mit gallertigem Inhalt. Ein Ganglion kann nahezu in jedem Gelenk der Hand auftreten. Häufig sind sie an den Handwurzelknochen. Ganglien können unterschiedliche Größen erreichen. Häufig haben sie einen Stiel und sitzen einer Gelenkkapsel auf. Sie stellen eine gutartige und somit harmlose Geschwulstbildung im Handbereich dar, die jedoch auch unter anderem sehr schmerzhaft sein kann.
Ganglion - für privatversicherte Patienten
Wodurch entsteht die Erkrankung?
Die genaue Ursache für das Auftreten eines Ganglion ist bis heute noch nicht eindeutig gefunden. Zur Entstehung werden Veränderungen im Gelenkkapselgewebe bei Überlastung, aber auch chronische Reizzustände z.B. bei Arthrosen diskutiert. Hinzu kommen chronische mechanische Irritationen der Hand, Diabetes mellitus, Verletzungen der Hand und andere.
konservative Behandlung:
Es gibt die Möglichkeit der konservativen Therapie, wobei das Ganglion zerdrückt, verödet oder punktiert wird. Jedoch hat die Erfahrung gezeigt, das nach solch einer Behandlungsmethode das Ganglions rasch erneut auftritt.
Die Operation:
Das adäquate Verfahren ist grundsätzlich die vollständige Entfernung des Ganglions durch einen Chirurgen. In einer kleinen Operation, die in örtlicher Betäubung oder in Armbetäubung durchgeführt wird, kann er das Ganglion beseitigen. Hierbei wird der vorhandene Stiel des Ganglions bis zu seinem Ausgangspunkt an der Gelenkkapsel zurückverfolgt und mit sehr feinen chirurgischen Instrumenten entfernt. Häufig ist es erforderlich, die Stränge und Knoten aus dem Gewebe und von den unmittelbar benachbarten Gefäßen und Nerven sorgsam herauszulösen.
Die Nachbehandlung:
Nach der Operation wird in der Regel, je nach Befund das Handgelenk im Gipsverband für ca. 1-2 Wochen ruhiggestellt. Die Finger können und sollen bereits ab dem 1.postoperativen Tag bewegt werden.
Die eingebrachten Haut-Fäden werden 2 Wochen nach der Operation entfernt.
Nach der Entfernung der Gipsschiene sind regelmäßige selbsttätige krankengymnastische Übungen für ein gutes OP-Ergebnis unverzichtbar.