Therapie von Muttermal, Hauttumor und Basaliom

Was ist ein Hauttumor?
In der Medizin wird jede Neubildung (jeder kleine Knubbel), egal ob er gutartig oder bösartig ist als ein Tumor bezeichnet.
Wodurch entsteht diese Erkrankung?
Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers. Sie ist im Laufe Ihres Lebens vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Der bekannteste Umwelteinfluss ist z.B. die Sonneneinstrahlung. Durch zu viele UV-Strahlen der Sonne werden die Zellen in unserer Haut geschädigt. Dies kann zu einer frühzeitigen Alterung (durch UV-A Strahlen) oder zu einem veränderten Zellwachstum (durch UV-B Strahlen) unserer Haut führen. Bei den entstandenen Zellveränderungen unterscheidet man zwischen gutartigen und bösartigen Neubildungen. Wie Sie aus der nebenstehenden Abbildung ersehen können, besteht die Haut aus einer Vielzahl von verschiedenen Zellen. Jede einzelne dieser Zellen kann prinzipiell ein verändertes Wachstum aufweisen.
Was ist bei dieser Erkrankung zu tun?
Vor einer Operation ist es nicht immer möglich zwischen einer gutartigen und einer bösartigen Hautveränderung sicher zu unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, in einer Operation die Hautveränderung zu entfernen und sie von einem Pathologen feingeweblich untersuchen zu lassen. Bei der feingeweblichen Untersuchung wird der entfernte Tumor nach speziellen Methoden angefärbt und unter dem Mikroskop begutachtet. Hier lässt sich nun eine zuverlässige Aussage treffen, ob die neu aufgetretene Veränderung gutartig oder bösartig ist.
Was wird bei der Operation gemacht?
Bei der Operation entfernt der Operateur die Hautveränderung vollständig. Je nach Lokalisation der Hautveränderung, nach ihrer Größe und nach dem operations-spezifischen Risiko ist auch schon einmal nur eine Teilentfernung, eine sog. Probeexcision angebracht, um zunächst Gewebe für die feingewebliche Untersuchung zu gewinnen. Nach der Entfernung eines Hauttumors ist es wichtig, den entstandenen Hautdefekt wieder zu verschließen. Hierzu bietet die Plastische Chirurgie eine Vielzahl vom Möglichkeiten, z.B. den direkten Hautverschluss, den Schwenklappen, Verschiebe-, Rotationslappen, eine Vollhaut- oder Spalthauttransplantation usw. Welche Möglichkeit zur Defektdeckung bei Ihnen in Bertacht kommt, wird Ihnen Ihr Operateur in einem persönlichen und ausführlichen Aufklärungsgespräch darlegen.
Gibt es Risiken bei der Operation?
Jede Operation (auch wenn Sie noch so klein ist) birgt gewisse Risiken in sich. Das Verletzungsrisiko für Gefäße und Nerven ist durch einen erfahrenen Operateur gering. Jedoch bleibt dort, wo geschnitten wird eine kleine Narbe zurück. In der Regel sind diese Narben meist unauffällig. In Ausnahmefällen kann eine solche Narbe auch mal dick und wulstig werden. Sollte dies der Fall sein, so gibt es aber auch hier spezielle Behandlungsverfahren, das Narbenwachstum zu verringern.
Gibt es spezielle Nahttechniken?
Ja. In der Plastischen Chirurgie gibt es spezielle Nahttechniken, die das Risiko einer überschießenden Narbenbildung verringern und zu einer unauffälligen Narbe beitragen.
Wie sieht die Nachbehandlung aus?
Nach der Operation bekommen Sie einen speziellen Verband. Nach ca. 2 Wochen werden die Fäden entfernt. Je nachdem an welcher Körperstelle Sie operiert wurden und je nachdem welche Operation bei Ihnen vorgenommen wurde, kann es schon mal sein, daß die Fäden früher oder auch eine Woche später gezogen werden. Nach der Operation sollten Sie körperliche Anstrengungen vermeiden. Ebenfalls sollten sie auch keine Schmerzmittel einnehmen, in denen ASS (Acetylsalicylsäure) enthalten ist, um eine Nachblutung zu vermeiden. Fragen Sie Ihren Operateur, welches Schmerzmittel er Ihnen empfiehlt. Das feingewebliche Untersuchungsergebniss liegt nach ca. 3-4 Arbeitstagen vor.
3-D-Histologie das Neuste aus der mikroskopisch kontrollierten Chirurgie
Mit 3D- Histologie gegen den Krebs:
Jeder Hauttumor ist ein dreidimensionales Gebilde. Der Chirurg schneidet dieses Gebilde heraus und gibt es zum Pathologen. Hier wird das Gewebe unter dem Mikroskop begutachtet. Es werden Aussagen dazu getroffen ob ein Tumor gutartig oder bösartig ist. Ein ganz entscheidender Punkt für die Beurteilung ist jedoch, ob die Schnittränder des Tumors frei sind. Das heißt ob noch Tumorgewebe in der Haut des Patienten verblieben, oder ob der Tumor vollständig entfernt worden ist.
Unter dem Mikroskop ist aber nur eine zweidimensionale Betrachtung möglich. Deshalb muß das Gewebe in dünne Schichten geschnitten werden und die einzelne Schicht wird betrachtet. Es ist jedoch nahezu unmöglich alle Schichten eines Tumors zu betrachten. Deshalb werden einzelne repräsentative Schichten aus dem Tumor entnommen und begutachtet. Hier raus ergibt sich jedoch ein Problem. Es entsteht eine diagnostische Lücke. Es kann durchaus sein, daß der Pathologe einen Tumor als vollständig entfernt begutachtet, weil in den repräsentativen Schnitten die Randbereiche tumorfrei sind. Der repräsentative Schnitt kann aber den Tumorausläufer verpasst haben.
Durch die neue 3-D-Histologie kann diese diagnostische Lücke geschlossen werden. Bei dieser neuen Histologie Methode wird das Tumorgewebe dreidimensional aufbereitet so daß der Pathologe den kompletten Tumorrand unter dem Mikroskop begutachten kann. Hierbei wird der Tumorrand zirkulär um den Tumor herum ausgeschnitten. Es entstehen dünne Streifen, welche man plan auf eine Ebene legt. So wird der dreidimensionale Außenrand des Tumors in einen zweidimensionalen histologischen Schnitt umgewandelt.
Diese neu entwickelte 3-D-Histologie im Rahmen der mikroskopisch kontrollierten Chirurgie (MKC) bietet bei einer Vielzahl von bösartigen Tumoren im Gesichts- und Halsbereich die höchste Sicherheit. Sie ist zur Zeit das Sicherste Verfahren um Aussagen darüber zu treffen, ob ein bösartiger Tumor vollständig entfernt worden ist oder nicht.
unser operatives Spektrum:
Alle gutartigen und bösartigen Haut- und Weichteilntumore,wie z.B.:
- Melanome
- Basaliome
- Plattenepithelkarzinome
- alle gutartigen Hautveränderungen
- Lipome etc.
Defektdeckungen mittels:
- Verschiebelappenplastik
- Schwenklappenplastik
- Rotationslappenplastik
- Transpositionslappenplastik
- Voll- u. Spalthauthauttransplantation