Schweißdrüsenbehandlung bei störendem Schwitzen in den Achselhöhlen

Schwitzen ist eine natürliche Funktion des Körpers um die Körpertemperatur zu regulieren. Leider kommt es jedoch bei einigen Menschen zu einer Überproduktion der Schweißdrüsen. Das heißt, die Schweißdrüsen des Körpers produzieren zu viel Schweiß, was von den betreffenden Patienten als sehr störend empfunden wird. Gerade im Sommer fühlen sich die Patienten sehr unwohl in ihrem Körper wodurch das Selbstwertgefühl nachhaltig negativ beeinflußt wird. Das Interesse am Gesellschaftsleben nimmt ab; es droht soziale Isolation.
Bei den meisten Patienten die an einer übermäßigen Schweißpoduktion leiden läßt sich keine genaue Ursache für das starke Schwitzen finden. Es wird eine Fehlfunktion des Zentralen sympatischen Nervensystems angenommen.
Mit der Entwicklung der modernen Plastischen Chirurgie eröffneten sich neue Therapiemöglichkeiten um den betroffenen Patienten dauerhaft zu helfen.
Lokale Therapie mit Botulinumtoxin A ( BOTOX oder auch BTX-A )
Die Regulation der Schweißproduktion wird durch das zentrale Nervensystem gesteuert. Die Schweißdrüsen werden durch einen chemischen Botenstoff (Acetylcholin) angeregt, Schweiß zu produzieren. Das Botulinumtoxin A hemmt diesen Botenstoff, so das die Schweißdrüsen nicht mehr angeregt werden, Schweiß zu produzieren. Dieser Effekt hält in der Regel ca.7-12 Monate an.
Operative Therapie durch Absaugung der Schweißdrüsen
Eine dauerhafte Verringerung der Schweißproduktion in den Achselhöhlen läßt sich durch eine Verringerung der Anzahl der Schweißdrüsen in diesem Areal erreichen. Die moderne Fettabsaugung bietet hier die Lösung. Mit Hilfe kleiner und dünner Kanülen lassen sich die Schweißdrüsenpakete in den Achselhöhlen absaugen.
Diese Behandlung kann ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.